Alterung im Sinne der zeitlichen Veränderung von essentiellen Materialeigenschaften, wie Festigkeit, Verlust funktioneller Gruppen, ist bestimmend für die Nutzungsdauer (Lebensdauer) von organischen Materialien und polymeren Werkstoffen. Das Ausmaß der Alterung als Funktion von Einflussgrößen wie Temperatur, Feuchte, Zeit, Sauerstoffzutritt ist zu kennen, um die Anwendung von Materialien und Werkstoffen sinnvoll zu planen.
Zur flexiblen Bearbeitung von alterungs- und stabilitätsspezifischen Aufgaben steht eine breite und adaptierte Palette analytischer Methoden wie GPC, HPLC, GC, IC, FTIR, IR- und optische Mikroskopie, TGA, DSC, DMA, TMA, Zugprüfmaschinen, sowie spezielle Geräte, wie hochempfindliche Mikrokalorimeter und Accelerating Rate Calorimeter zur Verfügung. Diese werden ergänzt durch Einrichtungen zur beschleunigten Alterung und Methoden zur kinetischen Beschreibung der zeitlichen Eigenschaftsänderungen. Mit den Erfahrungen der Arbeitsgruppe sind vielfältige Probleme der Materialalterung zu lösen.
Darüber hinaus richtet sich der Fokus auf das Auffinden von Maßnahmen zur Abschwächung der Alterung, z. B. durch Zusatz spezieller Substanzen, die in das chemische Reaktionsgeschehen eingreifen und Zersetzungswege im Material und somit dessen Alterung unterbinden.
Angebot
- Bestimmen der Mechanismen und Kinetiken der Alterung von organischen Materialien und polymeren Werkstoffen
- Voraussage der Nutzungsdauer der Materialien entsprechend den Einsatzbedingungen (Temperatur, Feuchte, Zeit)
- Identifizieren der Alterungsursachen
- Maßnahmen zur Abschwächung von Alterungsvorgängen
Anwendungen
- Polymere Produkte, Werkstoffe und Bauteile
- Energetische Materialien
- Substanzen mit der Tendenz zur chemischen Zersetzung wie Peroxide, Azide, Tetrazole, Nitratester, usw

Bild: Adiabatische Selbstaufheizung einiger energetischer Substanzen gemessen mit einem ARC-Gerät.